Eine Melange aus Fotografie und KI
Vor einiger Zeit fotografierte ich Keldron für einen Follow/Magira Fantasy-Kalender. Damals entstand das finale Bild noch ganz klassisch durch Bildbearbeitung und umfangreichem Composing. Später kombinierte ich KI-generierte Hintergründe mit traditionellen Techniken. Damit sparte ich etwas Zeit, gewann aber vor allem eine größere Freiheit, um zu einer ausreichenden Varianz eines Themas zu kommen. Inzwischen wird das fotografische Ausgangsmaterial direkt mit KI weiterverarbeitet, und die anschließende Retusche mit u.a. Photoshop optimiert das Ergebnis. Früher war das Freistellen der Fotos und das Einpassen in das gewünschte Setting recht mühselig. Jetzt kann ich den Prozess erheblich besser steuern. Für einen ersten Versuch kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen. So komme ich meinem Wunsch, die Charaktere der Welt Magira noch viel besser zum Leben zu erwecken, deutlich näher.
Wer ist Keldron?
Im Jahre 55 nach der Finsternis auf Magira wurde Keldron, zum Werir des Stammes der Bognaren gewählt. Seit jenem Tage führt er dieses Amt mit fester Hand und klarem Geist. Zugleich ist er Herr des ehrwürdigen Káprhyrd Ulflurkyta, manche kennen es als das Handelshaus Lupus Mangone, dessen Banner und Siegel in vielerlei Häfen Magiras bekannt sind.
Von seiner Herkunft spricht Keldron nur wenig. Überliefert ist, dass er als dritter Sohn geboren wurde, bestimmt, die Erbfolge seines Hauses zu sichern. Doch das Schicksal verwies ihn früh aus diesem Pfad. Als der Erstgeborene seiner Familie selbst einen Sohn empfing, wurden Keldron Waffen und Rüstung überreicht, und man sprach zu ihm, er solle gehen und niemals mehr heimkehren. So verließ er die Hallen seiner Väter und zog hinaus, um sein Los mit dem Schwert zu meistern. Zwölf Jahre lang lebte er vom Schwert, ein Söldner unter Söldnern, bis das Schicksal seinen Gefährten den Rücken kehrte und die Klingen seines Trupps verstummten.
Ein Jahr der Entbehrung und des Wanderns folgte. Da traf er in einer Hafenstadt einen berühmten Händler. Mandrad, der ein Netz des Handels über ganz Waligoi spannte, erkannte in Keldron mehr als nur einen einfachen Kämpfer – und so schloss sich jener seinem Gefolge an. Als Keldron schließlich Waligoi erreichte, stellte er sich vor den Rat der Wali und bat um Aufnahme in ihr Volk. Nach einem Jahr der Bewährung nahmen sie ihn als Freien an – als einen der Ihren.
Zunächst diente er weiter im Waffenhandwerk. Als er jedoch zum Hauptmann einer Stadtgarde in Phelee berufen wurde, kam ihm der Gedanke, dass Handel mehr Bestand und Macht verleihen möge als das Schwert. So setzte Keldron sein erspartes Gold ein, kaufte Schiffe und gründete bereits im folgenden Jahr seinen ersten festen Handelsplatz in Tir Thuatha. Von dort aus dehnte sich sein Einfluss stetig aus, bis die Geschäfte seines Hauses von Magramor bis zu den fernen Ufern Tebolidaghs reichten.
Viele Jahre später begegnete Keldron dem Tyrannen von Kreopolis und Basileios von Chryseia, Cyrril MacRathgar. Auf dessen Bitte hin – und gegen reichen Lohn – stellte Keldron ihm eine Schar von Leibwächtern, unerschütterlich in Treue und Tapferkeit: die Waelische Garde.
Inspiration war die antike byzantinische Warägergarde. Es lag nahe, diese für Chryseia mit seinem griechisch-byzantinischen Hintergrund zu adaptieren.
Die Warägergarde (griechisch: Τάγμα των Βαράγγων, Tágma tōn Varángōn) war von 988 bis 1204 die Leibgarde der byzantinischen Kaiser und bestand zumindest in ihrer Anfangszeit überwiegend aus skandinavischen Wikingern.
So blieb sein Name, gleich einem Siegel, in den Archiven der Wali verzeichnet – nicht nur als Händler von großer Klugheit, sondern auch als Mann, der das Spiel der Mächtigen verstand und seinen Platz zwischen Krieg und Handel mit Ehre behauptete.
In Magiras ältester Stadt, Kreopolis, ist ein weiterer Vertreter des Handelshauses Lupus Mangone aktiv. Manus Gullweigson betreibt nicht nur das Handelskontor am Hafen der Stadt, sondern bekam vom Tyrannen von Kreopolis für besondere Dienste ein altes Weingut im Hinterland von Kreopolis übereignet.














